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Inertials: Listen Between States (Review)
| Artist: | Inertials |
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| Album: | Listen Between States |
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| Medium: | LP/Download | |
| Stil: | Screamo, Hardcore |
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| Label: | Shove Records/5 Feet Under Records/no funeral Records | |
| Spieldauer: | 29:29 | |
| Erschienen: | 21.11.2025 | |
| Website: | [Link] |
Dänemarks INERTIALS debütieren mit „Listen Between States“ und liefern einen atmosphärischen Screamo-, bzw. Hardcore-Sound ab, der immer wieder von atmosphärischen Momenten der Ruhe durchsetzt wird.
Damit schleichen sich in Sachen Atmosphäre auch Einflüsse von Bands wie LONG DISTANCE CALLING an, wie z.B. der achtminütige Opener „Plasma Pool“ beweist.
Zwischen den eruptiven Kompositionen, in denen häufig mit ungewöhnlicher Rhythmik gespielt wird, streifen die flächigen Gitarren an anderer Stelle Genres wie den Shoegaze („Mirror Planet“).
Allerdings hämmert der prägnante Bass in allen Stücken unnachgiebig voran und gibt bisweilen sogar den Ton an, was der Hektik des Geschreis bisweilen einen interessanten, weil unvorhergesehen warmen, Kontrast entgegen stellt.
Dass alle Stücke eine gewisse Affinität zum Mathcore mitbringen, sorgt ab und zu auch für angestrengt hektische Momenten, in denen sich die Instrumente und der Gesang zu überschlagen drohen, aber gerade der Beginn von „Endless Knife“ strahlt dadurch etwas Explosiv-Ungestümes aus, womit die Aggression und die Wut der Musik gut zum Ausdruck gebracht werden.
Aufgelockert von manchem Moment aufkeimender Leichtfüßigkeit, verschwimmen hier die Grenzen zwischen Post-Hardcore und verträumt an- und abschwellendem Post-Rock, der zwischendurch das Ruder übernimmt. Am Ende türmt sich eine donnernd-metallische Soundwand auf, die nach einem verzerrten Crescendo plötzlich abbricht.
FAZIT: „Listen Between States“ ist kein leicht verdauliches Album. Die Dänen INERTIALS vermengen angestrengt hysterischen Screamo mit der Wut des Hardcore und manch Post-Rock-artiger Weite, was zur Folge hat, dass ihre Musik immer wieder unvorhergesehene Sprünge zwischen den einzelnen Soundelementen macht. So bleibt der Spannungsbogen zwar konstant auf Zug, allerdings bleibt manche Wendung innerhalb der Stücke nicht immer auf Anhieb nachvollziehbar, wodurch es einer gewissen Einarbeitungszeit bedarf, um das Hörerlebnis hinter dem Album in Gänze genießen zu können.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- Side A:
- Plasma Pool
- Mirror Planet
- Anecdotal Hell
- Side B:
- Orgone Inhaler
- Endless Knife
- Bass - Simon Tornby
- Gesang - Simon Tornby
- Gitarre - Andreas Lange, Jesper Andersen
- Schlagzeug - Kim Jorgensen
- Listen Between States (2025) - 12/15 Punkten
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