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Nifrost: Briseld (Review)
| Artist: | Nifrost |
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| Album: | Briseld |
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| Medium: | CD/LP/Download | |
| Stil: | Epic-, Folk- und Black-Metal |
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| Label: | Dusktone Records | |
| Spieldauer: | 39:24 | |
| Erschienen: | 20.03.2026 | |
| Website: | [Link] |
NIFROST stehen mit „Briseld“ in der Tradition episch angehauchter Black Metaller wie ENSLAVED oder auch späteren BATHORY. Soll heißen: Hier gibt’s ungeschönten Epic Black Metal auf die Ohren, der sich durch eine raue und kantige Stimmung auszeichnet, die hervorragend zu den Sagen und Geschichten der Nordmänner passt.
Hierbei treffen schwarzmetallische Stürme wie „I stormens auge“ auf fast rockige, simpel gestrickte Groover wie „Aldri nok“. Epische Chöre und cleane Gitarren erzeugen eine sehnsüchtige Stimmung, die von subtilen weiblichen Backgroundchören getragen wird und damit hier und da auch an eine Band wie SOLSTAFIR zu Zeiten von „Svartir Sandar“ erinnert.
„Livskraft“ dagegen beginnt mit stürmischen Blastbeats, die von marginal synkopischen Drums immer weiter vorangepeitscht werden. Gleichzeitig schleicht sich die zuvor erwähnte Sehnsucht erneut in Form von Chören und cleanen Gitarren in die Black Metal-Melange ein, wodurch sich epische Naturbilder, aber auch das Gefühl von Einsamkeit und Ehrfurcht unvermittelt breitmachen.
In „Forakt“ rücken die Folk-Einflüsse etwas stärker in den Vordergrund. Allerdings weniger durch Sackpfeife und Flöte, sondern eher anhand der erzeugten Heroik, die sich aus dem Zusammenspiel von Männerchören und schleppendem Black Metal ergibt (MOONSORROW lassen grüßen).
Nachdem „Ei stille liding“ deutlich kälter, forscher wirkt als die vorherigen Songs, baut sich „Sjeleknute“ verhalten und episch auf. Die Doublebase rollt, die Riffs klirren gleichsam wie sie sämtliche Farbschemata des naturbezogenen Epic-Black-Metal präsentieren und mit fortlaufender Spielzeit immer forscher und roher werden. Lediglich die Unterbrechung durch heroische Chöre nimmt den Druck raus und füllt den Raum mit klanglicher Größe, die sich im „Likdans“-Abschluss hin zu offensiven Folk-Anleihen wandelt. Der Klargesang wirkt im Vergleich zu den Growls zwar erstmal etwas dünn, fügt sich mit der Zeit aber immer besser in das Gesamtkonzept des Songs und des Albums ein.
Am Ende entpuppt sich das Stück gar als eines der stärksten des Albums, weil es weite Klangfelder zwischen archaischer Wildheit und stolzer Epic-Metal-Manier stimmungsvoll und beinahe hörspielartig verbindet.
FAZIT: NIFROST liefern mit „Briselt“ ein stimmungsvolles und dicht komponiertes Album epischen Black Metals mit Folk Anleihen ab. Die Einflüsse von ENSLAVED über BATHORY bis hin zu MOONSORROW sind zwar nicht von der Hand zu weisen, aber die Norweger kupfern auch nicht stumpf bei ihren Helden ab. Stattdessen bietet das Album mitreißende Musik voller Tatendrang, der sich in diversen interessanten Instrumentalmotiven niederschlägt.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- Briseld
- I stormens auge
- Aldri nok
- Livskraft
- Forakt
- Ei stille liding
- Sjeleknute
- Likdans
- Bass - Kjetil Andreas Nydal
- Gesang - Henrik Skar, Kjetil Andreas Nydal
- Gitarre - Henrik Skar, Jørn Ståle Norheim
- Schlagzeug - Henrik Nesse
- Briseld (2026) - 13/15 Punkten
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