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Rotting Corpse: Thrash in Pain or Die Insane (Review)
| Artist: | Rotting Corpse |
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| Album: | Thrash in Pain or Die Insane |
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| Medium: | CD/LP/Download | |
| Stil: | Thrash Metal |
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| Label: | Vic Records | |
| Spieldauer: | 55:08 | |
| Erschienen: | 07.11.2025 | |
| Website: | [Link] |
Die Texas-Undergroundler ROTTING CORPSE fleddern zwar schon seit 1985 ihre Leichen, nach diversen Splits und anschließenden Wiedervereinigungen ist die Band aber erst seit 2021 voll zurück im Musikgeschehen.
Ob es an mangelnder Kreativität liegt, dass Vic Records mit „Thrash in Pain or Die Insane“ lediglich eine Compilation als erstes Lebenszeichen veröffentlichen, oder ob schlicht der Markthunger getestet werden soll, ehe in ein ganzes Album investiert wird, lässt sich zwar nicht beantworten, aber immerhin macht dieses neue Lebenszeichen von ROTTING CORPSE doch ein wenig Appetit auf mögliche Folgewerke.
Dabei serviert die Band eine stimmige Werkschau über ihren bisherigen Backkatalog (abzüglich der beiden ‘22er-Digital-Singles), beantwortet aber auch die Frage, wieso es zur Entstehungszeit der Demos vielleicht nicht ganz zum Plattenvertrag, bzw. zum Durchbruch in der Szene gereicht hat.
Denn der Punk-affine Rüpel-Thrash der Texaner setzt weniger auf klangliche Feinheit oder Melodie und schwingt stattdessen die rohe Riff-Axt. Angesichts anderer Veröffentlichungen in den Jahren, aus denen die Demos stammen [METALLICAs „…And Justice For All“ (1988) oder „State Of Euphoria“ von ANTHRAX (1988), um mal zwei Werke zu nennen], wirken ROTTING CORPSE wie der bewusste Gegenentwurf zu den fortgeschrittenen Fähigkeiten ihrer Konkurrenten und musizieren eher nach der Devise: ‚Stumpf ist Trumpf‘.
Diese Herangehensweise zieht sich durch alle vier, auf dieser Compilation abgebildeten, Demos der Band und ist vielleicht auch ein Grund dafür, warum es den Texanern nicht gelang, zu ihren Kollegen aufzuschließen. Was aber nicht bedeutet, dass die Songs auf „Thrash in Pain or Die Insane“ nicht durchaus ihren Reiz haben, wenigstens als nostalgische Zeitgeist-Dokumente.
FAZIT: ROTTING CORPSEs „Thrash in Pain or Die Insane“ bildet die Rüpel-Attitüde der Texaner hervorragend ab und macht als nostalgische Werkschau durchaus Sinn. Wer seinen Thrash Metal (damals wie heute) jedoch eher melodisch oder aber technisch ausgefeilter mag, der ist mit den Jahrgangsalben der Konkurrenz (1988 war ein sehr ergiebiges Jahr für das Genre) besser bedient.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- Demo I (1986)
- Rotting Corpse
- Evil Slaughter
- War on Drugs
- Demo II: Fuck it, It’s only Thrash (1987)
- Those Without Conscience
- Evolvement
- Price of God
- When it Rains it Pour
- Demo III: Walt’s Sinking Ship Tape (1988)
- Emotional Scars
- Evolvement ‘88
- Demo IV (1990)
- Neck Breaking Fury
- Progressing Insanity
- Payment in Blood
- Outro
- War On Drugs ‘90
- Evil Slaughter ‘90
- Rotting Corpse ‘90
- Bass - Walter Trachsler, Randy "Gribb" Cook, Steve Murphy
- Gesang - Walter Trachsler, Jim "Moe" Mulqueen
- Gitarre - John Perez, Walter Trachsler, Scott Shelby, Luke Brewer
- Schlagzeug - Randy "Gribb" Cook, Dave Gryder, Louie Carrisalez
- Thrash in Pain or Die Insane (2025)
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